Hotels & Ferienwohnungen Laufenburg am Rhein
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Laufenburg am Rhein
Die Geschichte des rechtsrheinischen Laufenburg als selbstständige Stadt beginnt erst nach der durch Napoleon im Lunèviller Frieden (1801) erzwungenen Lostrennung der linksrheinischen Gebiete vom Reich und der dadurch erfolgten Teilung der bis dahin gemeinsamen Stadt mit alter städtischer Tradition und reicher Geschichte.
| Gaumenfreuden |
| Laufenburgs Küche wurde über Jahrhunderte vom Fischreichtum des Rheins bestimmt. An den Stromschnellen drängten sich einst die Lachse oder Salme und begründeten den Wohlstand der Fischerzunft und mittelalterlichen Waldstadt. Die Edelfische wurden gewinnbringend verkauft; selbst der französische Hof im fernen Versailles schätzte sie. |
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| Mit "Graf Hans" durch die Doppelstadt |
| Er ist fast schon eine Institution in Laufenburg und einer der besten Werbeträger: "Graf Hans". Graf Hans entführt die Gäste in die wechselhafte Geschichte von Laufenburg, springt mit ihnen über die Grenze und zeigt die Städte beidseits des Rheins mit ihren Gassen, Winkeln und Türmen als eine Einheit. Die Figur des "Grafen Hans" ist nicht erfunden, sondern geht auf Graf Hans IV. zurück, der vor etwa 600 Jahren als Stadtherr in Laufenburg gelebt hat. Er stammte aus der Linie Habsburg-Laufenburg und musste seine Stadt Laufenburg schließlich an die reichen Vettern des Hauses Habsburg-Österreich verkaufen. Dargestellt wird die Figur von dem professionellen Schauspieler Klaus Millmeier aus Schopfheim, der im mittelalterlichen Kostüm auftritt. |
Zur Geschichte des badischen und des Schweizer Laufenburg: Das Stift Säckingen übergibt die beiden Burgen und die Stadt den Habsburgern, die seit 1173 Schirmvögte des Klosters waren, zu Lehen. Damit lag die richterliche und politische Hoheit in den Händen der Laufenburger Grafen. Nach dem Verkauf der Stadt und der Herrschaft Laufenburg und nach dem Tode des letzten laufenburgischen Habsburgers wurde die österreichische Linie der Habsburger Herr der Stadt.
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Laufenburg war damit eine der vier vorderösterreichischen Waldstädte geworden. Als wichtigster Brückenkopf wurde es immer wieder in kriegerische Auseinandersetzungen der Habsburger, zunächst milden Eidgenossen und später auch mit Frankreich, "einbezogen".
Während das gemeindepolitische Schwergewicht in der gemeinsamen Stadt auf der linksrheinischen Seite lag - hier waren das Rathaus, das Korn- und Salzhaus, die Münze und hier landen auch die Märke statt - befanden sich die meisten gewerblichen Anlagen und der weit größere städtische Waldbesitz und die Allmende bei geringerer Einwohnerzahl auf der rechtsrheinischen Seile.
Hier lagen die meisten Fischwaagen, hier befanden sich am Andelsbach und Mühlebach die Eisenwerke, im Mittelalter eine Haupterwerbsquelle, und die Mühlen. Dieser Umstand machte auch die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Stadtteilen nach erfolgter Trennung so schwierig. Trotzdem entwickelte sich die Kleinstadt, die sich ab 1805 Klein-Laufenburg und ab 1. November 1930 Laufenburg (Baden) nannte, aus einem Gemeinwesen von rund 275 Einwohnern nach der Trennung zu einer Stadt mit heute über 7.600 Einwohnern.
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Der Eisenbahnbau in den Jahren 1855/56, vor allem aber der Bau eines Wasserkraftwerkes zu Beginn dieses Jahrhunderts, brachten nicht nur große und schwerwiegende Veränderungen im Stadtbild, sondern sie wandelten auch das alle Wirtschaftsgefüge. Fischerei, Schiffahrt und Flößerei als die bisherigen Erwerbsquellen gingen ein. Neben anderen Gewerbebetrieben siedelten sich insbesondere Webereien und Unternehmen der Metallbranche an. Während die Textilfirmen der Strukturkrise der siebziger Jahre dieses Jahrhunderts zum Opfer fielen, konnte sich inzwischen das in Laufenburg und in Rhina ansässige Unternehmen zur Herstellung von metallischen und keramischen Pulvern - das unter dem Namen Hermann C. Starck Berlin GmbH und Co. KG heute weltweit bekannt geworden ist - zum größten Arbeitgeber und zum wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Hochrhein-Region weiterentwickelt.
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Durch die Erste Eingemeindung von Rhina im Jahre 1933 und von Stadenhausen 1934 verdoppelte sich die städtische Gemarkungsfläche. Weit größer war aber der Zuwachs an Fläche und Einwohnerzahl durch die Eingliederung im Verlaufe der zweiten Gemeindereform in den Jahren 1971 bis 1975. So wuchs die Bevölkerung durch die Eingliederung von Grunholz (1.7.1971), Hauenstein (1.1.1972), Binzgen und Luttingen (1.5.1972), Rotzel (1.7.1972) und Hochsal (1.1.1975) um rund 3.300 auf über 7.600 Einwohner und die Gemarkungsfläche von bisher 441 ha auf nun 2.358 ha.
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Stadtteil Binzgen
1.160 Einwohner - 400 Meter über NN - 328 ha - Die grüne Tanne im Wappen des in einer Urkunde von 1344 genannten Ortes "Büntzkon" weist auf die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Hauenstein und damit auch zur Einung Murg hin. Der Ort gehört zum vorderen Hotzenwald und zählte bei seiner Eingliederung 885 Einwohner. Die ebenfalls im Wappen den Tannenbaumstamm kreuzenden Sensen sollen auf die große Bedeutung der Landwirtschaft in früherer Zeit hinweisen. Im Mittelalter wurde auch am "Hännerwuhr" in mehreren Schmelzöfen und Hammerschmieden Eisen bearbeitet. Im letzten Jahrzehnt ist in Binzgen ein ausgedehntes Wohnbaugebiet erschlossen worden.
Stadtteil Grunholz
625 Einwohner - 350 Meter über NN - 122 ha - Auf die frühe Besiedlung des Stadtteils Grunholz weisen Funde aus der mittleren und jüngeren Steinzeit in der näheren Umgebung hin. Urkundlich wurde der Weiler erstmals im Jahre 1281 erwähnt. Die Tanne im Wappen deutet ebenfalls auf die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Hauenstein. Die dort abgebildeten Nägel aber sollen an das im Ort stark vertretene Nagelschmiedehandwerk erinnern.
Stadtteil Hauenstein
97 Einwohner - 320 Meter über NN - 30 ha - Von der in diesem Stadtteil befindlichen Burg erhielt das Gebiet des heutigen Hotzenwaldes einst seinen Namen, nämlich die "Grafschaft Hauenstein". Mit dem Wechsel der Reichsvogteirechte "über den Wald" ging wahrscheinlich 1152 die Burg an Rudolf von Habsburg. Die Herzöge von Habsburg-Österreich verliehen der kleinen Ortschaft 1317 städtische Privilegien. Hauenstein ist aber Stadt im eigentlichen Sinne niemals geworden, da ihr wesentliche Merkmale zu einer Stadt, die Stadtbefestigung und ein eigener Stadtbann mit Gerichtshof, fehlten. Als das Waldvogteiamt um die Wende des 15/16. Jahrhunderts nach Waldshut übergesiedelt war, verlor der Ort seine Bedeutung als politisches Zentrum.
Stadtteil Hochsal
555 Einwohner - 450 Meter über NN - 439 ha - 1239 wurde der Ort erstmals unter dem Namen "Hochsala" erwähnt. Dieser Name weist auf ein Königsgut und auf eine sehr frühe Besiedlung hin. Von hier aus muß die Besiedlung des Hotzenwaldes nach Norden hin erfolgt sein, was aus der politischen Bedeutung des Ortes im Mittelalter, vor allem aber aus seiner Pfarrei als einer weitausgedehnten Urpfarrei geschlossen werden kann. Der Pfarrsprengel reichte damals von Albbruck und Rhina, im Rheintal über Rotzel, Niederwihl nach Herrischried, hinunter zur Wehra bis nach Todtmoos hoch. Das Patronat oblag dem Stift Säckingen. Hochsal war von den Salpeterunruhen im 18. und 19. Jahrhundert betroffen; seine Bedeutung als Einigungsort verlor die Gemeinde mit dem Anschluß an das Großherzogtum Baden im Jahr 1806.
Stadtteil Luttingen
1.102 Einwohner - 320 Meter über NN - 251 ha - Im Kodex des Klosters Lorsch wurde der heutige Stadtteil schon 788 als "villa Lutinga" erwähnt. Der Ort gehörte ebenfalls zur Grafschaft Hauenstein und innerhalb der Grafschaftsverfassung zur Einung Hochsal. Zusammen mit Grunholz und Stadenhausen führte Luttingen wegen der Weidgangsrechte in der Laufenburger Allmende im Jahre 1515 einen Prozeß, der nach mehrjährigem Streit mit dem Schiedsspruch endete, daß die drei Dörfer während des Jahres über, mit Ausnahme der Monate April und Mai, ihr Vieh in den Allmendwald treiben durften. Nach erneuten Streitigkeiten zwischen 1783 und 1791 verzichteten allerdings diese Ortschaften gegenüber der Stadt Laufenburg auf ihre Weiderechte. Zum Ausgleich wurde ihnen der "Mündehau" und die "große und kleine Mündematte" im Ostbezirk der Allmende abgetreten.
Stadtteil Rotzel
518 Einwohner - 750 Meter über NN - 723 ha - Durch Rotzel, mit seiner 724 ha umfassenden Gemarkungsfläche, hat Laufenburg den größten Gebietszuwachs nach der Eingliederung erhalten. Der Ort Rotzel wurde urkundlich erstmals 1266 als "Rotsol" genannt. In den Auseinandersetzungen um die im vorangegangenen Kapitel beschriebenen Weiderechte trat aus Rotzel ein gewisser Ulrich Klein als Zeuge auf. Es ist urkundlich belegt, daß im Jahre 1532 beim Brückenbau in Laufenburg für den Mittelpfeiler Steine verwendet wurden, die "ulf Rotzenwyl ulf dem Schwartzwald" gebrochen waren. Als "Vater der Landweber" wurde der 1873 in Rotzel geborene Fridolin Jehle weit bekannt, weil er sich um den Fortschritt der Bandweberei und damit um die Heimarbeit auf dem Hotzenwald sehr verdient gemacht hatte.
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